Notwendigkeit und faire Nutzung der Windenergie

Notwendigkeit regenerativer Energien
Die Vorräte fossilen Energieträger wie Kohle und Öl gehen weltweit absehbar für die nächsten Generationen zu Ende.
Atomkraftwerke haben den Nachteil eines großen Risikos und ungeklärter Entsorgung des strahlenden Materials. Kernfusion kann eine Option sei, sie ist aber noch nicht entwickelt. Daher ist neben Sonnenenergie und anderen regenerativen Energieformen auch die Windenergienutzung eine Option die Energieversorgung sicherzustellen.

Schlecht geplante Energiewende
Nachdem die Merkel-Regierung den von der Vorgängerregierung bereits in die Wege geleiteten Ausstieg aus der Atomenrgie rückgängig gemacht hatte, wurde dieser anlässlich des Reaktorkatastrophe in Japan als Folge eines Tsunami urplötzlich doch wieder beschlossen.
Dieser war in diesem Tempo nicht zwingend, denn in Deutschland gibt es keine Tsunamis, und er ist aus vertraglichen Gründen für den Steuerzahler sehr teuer. Zusätzlich teuer wurde es durch die Verfassungswidrigkeit der kurzfristig dafür eingeführten Kernbrennstoffsteuer.

Steigende Strompreise trotz Windkraftanlagen vor der Haustür
Das wegen der Energiewende eingeführte Eneuerbare Energien Gesetz (EEG) führte allerdings dazu, dass der Strompreis in Deutschland durch den sprunghaften Ausbau regenerativer Energien immer weiter steigt. Für die betroffenen Anwohner von Windenergieparks ergibt sich daraus die kuriose Situation, dass sie dadurch nicht einmal einen Vorteil durch günstigen Strom haben, sonden im Gegenteil je mehr Windenergiestrom eingespeist wird, desto teuerer wird dadurch der Strom. Innerhalb der EU ist der Strom in Deutschland und Dänemark mittlerweile am teuersten.

Jedes Bundesland hat andere Regeln
Da die gesetzlichen Regelungen und Planungen Sache der Bundesländer, ergibt sich ein daraus ein Flickenteppich an unterschiedlichen Regelungen. Eindeutig am schlechtesten sind die Bewohner Schleswig-Holsteins gestellt. Für betroffene Anwohner in Schleswig-Holstein ausserhalb von Ortschaften gilt ein Mindestabstand von nur 400 m, und für die in Ortschaften einer von 1000 m. In anderen Bundesländern sind Abstandsregeln von bis zu 2000 m Vorschrift, in Mecklenburg-Vorpommern gibt es beispielsweise zusätzlich einen gesetzlichen Anspruch auf Beteiligung am Betreiber-Unternehmen oder angemessene Entschädigungen für betroffene Anwohner.
Diese anwohnerfeindlichen Regelungen sind nicht zufällig entstanden, sondern Ergebnis der Regierungsbeteiligungen der Grünen in den letzten Legislaturen. (siehe dazu Das wollen die Parteien)

Windkraftnutzung ist heute eine Gelddruckmaschine, allerdings nur für wenige auf Kosten aller
Besitzer von Wiesen, die für die landwirtschaftliche Nutzung einige hundert Euro Pacht bekammen, bekommen für die Pacht an Windkraftbetreiber soviel Geld, wie ein Jahreseinkommen. Je nach Grundstücksgrösse sind das 50.000 Euro bis mehr als 100.000 Euro pro Jahr.
Die Betreiber der Windparks haben ihr Geld auch sicher. In fast allen Gesellschafterverträgen ist geregelt, dass sie regelmässig ihre grossen Gelder bekommen, auch wenn die Windräder still stehen.
Zahlen muss das alles der Stromkunde über die EEG-Zulage. Auch deswegen ist der Strom in Deutschland so teuer.

Wiesenbesitzer und Betreiberfirmen machen das grosse Geld, wir Anwohner haben die Nachteile zu tragen:
- Infraschallerzeugung mit gesundheitlichen Folgen
- Wertverlust von Immobilien in Sichtweite von Windkraftanlagen
- Hochhausgroße Anlagen direkt vor der Haustür
- Tötung von Fledermäusen zu Hunderttausenden
- Tötung von Vögeln, neben Singvögeln auch Rotmilane, Kraniche, Schwäne, Reiher
- Sonnenabschattungen
- Geräuschentwicklungen
- Verschandelung der Natur
- Fehlende Rückbau- und Entsorgungskonzepte der Altanlagen

Notwendig ist ein fairer Ausbau der Windenergie mit gleichen Spielregeln in Deutschland.
Auch die regionale Verteilung muß gerecht stattfinden. Off-Shore Anlagen sind bevorzugt zu bauen.
Betroffene Anwohner in Schleswig-Holstein dürfen nicht weiter schlechter gestellt werden als die in den anderen Bundesländern.
Anwohner im Aussenbereich in Schleswig-Holtein sind gleich in zweifacher Hinsicht Bürger zweiter Klasse:
Die Mindestabstände zu Windkraftanlagen sind in anderen Bundesländern teilweise erheblich größer. Zusätzlich werden Anwohner ausserhalb von Ortschaften auch noch schlechter gestellt als Anwohner in Ortschaften.